Die Stärke eines Erdbebens kann mit mehreren Skalen angegeben werden. Hier finden Sie eine Übersicht der gebräuchlichsten Skalen.
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Erdbebenmagnitude - Sie wird gewöhnlich als arabische Zahl angegeben und beschreibt die Stärke eines Erdbebens anhand der freigesetzten Energie.
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Erdbebenintensität - Sie beschreibt die örtlichen Auswirkungen und möglichen Schäden an Menschen, Tieren, Bauwerken und der Natur. Die Intensität wird üblicherweise mit römischen Zahlen angegeben.
Richter-Magnitudenskala
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Magnitude |
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Typische Auswirkungen |
Durchschnittliche Häufigkeit |
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< 2.0
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Mikro |
Nicht oder nur selten spürbar; von Seismografen aufgezeichnet |
Mehrere Millionen / Jahr |
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2.0-2.9
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Gering |
Von einigen leicht gespürt; keine Gebäudeschäden |
Mehr als eine Million / Jahr |
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3.0-3.9
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Gering |
Oft spürbar, verursacht aber selten Schäden; Gegenstände in Gebäuden können zittern |
Mehr als 100.000 / Jahr |
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4.0-4.9
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Leicht |
Deutliches Zittern von Gegenständen und Klappergeräusche; von den meisten gespürt; keine bis minimale Schäden |
10.000 bis 15.000 / Jahr |
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5.0-5.9
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Mäßig |
Kann schlecht gebaute Gebäude unterschiedlich stark beschädigen und wird von allen gespürt |
1000-1500 / Jahr |
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6.0-6.9
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Stark |
Schäden an einigen gut gebauten sowie mäßige bis schwere Schäden an schlecht konstruierten Gebäuden; bis zu 100 km vom Epizentrum spürbar; im Epizentralgebiet starke bis heftige Erschütterungen |
100-150 / Jahr |
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7.0-7.9
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Sehr stark |
Verursacht an den meisten Gebäuden Schäden bis hin zum Einsturz; über große Entfernungen spürbar; schwere Schäden meist im Umkreis von 250 km um das Epizentrum
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10-20 / Jahr |
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8.0-8.9
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Extrem stark |
Gebäude werden wahrscheinlich zerstört; Schäden in großen Gebieten; über sehr weite Regionen spürbar |
1 / Jahr |
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> 9.0
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Extrem stark |
Nahezu vollständige oder totale Zerstörung des Gebiets; Erschütterungen auch an entfernten Orten; dauerhafte Veränderungen der Geländeform |
Einmal in 10 bis 50 Jahren |
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Mercalli-Intensitätsskala
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I
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Nicht spürbar |
Nur von sehr wenigen Menschen spürbar |
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II
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Schwach |
Nur von wenigen Menschen gespürt |
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III
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Schwach |
In Gebäuden deutlich spürbar, besonders in oberen Stockwerken; Schwingungen ähnlich einem vorbeifahrenden Lastwagen |
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IV
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Leicht |
In Gebäuden von vielen, im Freien von wenigen gespürt; Geschirr, Fenster und Türen bewegen sich; Wände knacken |
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V
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Mäßig |
Von den meisten gespürt, viele wachen auf; Glas und Fenster können zerbrechen; Pendeluhren bleiben stehen; instabile Gegenstände kippen um |
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VI
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Stark |
Von allen gespürt; schwere Möbel werden verschoben; leichte Schäden |
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VII
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Sehr stark |
Minimale Schäden an gut geplanten Gebäuden; erhebliche Schäden an schlecht konstruierten Bauwerken; einige Schornsteine brechen |
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VIII
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Schwer |
Große Schäden an schlecht konstruierten und erhebliche Schäden an normalen Gebäuden; Schornsteine, Denkmäler und Mauern stürzen ein; schwere Möbel kippen um |
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IX
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Heftig |
Große Schäden bis zum Teileinsturz an den meisten nicht speziell ausgelegten Bauwerken; Gebäude werden von ihren Fundamenten verschoben |
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X
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Extrem |
Einige gut gebaute Holzkonstruktionen sowie die meisten Mauerwerks- und Rahmenbauten mitsamt Fundamenten werden zerstört; Schienen verbiegen sich |
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XI
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Extrem |
Die meisten Bauwerke werden zerstört; breite Bodenspalten entstehen; unterirdische Leitungen fallen vollständig aus; in weichem Boden kommt es zu Absenkungen und Erdrutschen |
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XII
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Extrem |
Totale Zerstörung; Wellen sind auf der Bodenoberfläche sichtbar; Gegenstände werden in die Luft geschleudert |
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Momenten-Magnituden-Skala
Die Momenten-Magnituden-Skala wird von Seismologen verwendet, um die Stärke eines Erdbebens anhand der freigesetzten Energie zu bestimmen. Grundlage ist das seismische Moment, das sich aus der Steifigkeit des Gesteins, der durchschnittlichen Verschiebung an der Verwerfung und der Größe der verschobenen Fläche ergibt. Die Skala wurde in den 1970er-Jahren als Nachfolgerin der Richter-Skala entwickelt. Trotz unterschiedlicher Berechnung liefert sie vergleichbare Magnitudenwerte und wird heute für moderne starke Erdbeben verwendet.
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